
Laotse (vermutlich 6. Jh. v. Chr.), zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen im 6. Jahrhundert v. Chr. (1.Januar 600 v.Chr. – 31. Dezemeber 501 v.Chr.), Laozi „Meister Lao, Alter Meister“, auch Lao-Tse, Laotseb, Lao-Tzu oder Laudse geschrieben, legendärer chinesischer Philosoph, berühmter Religionsstifter, Begründer und Lehrer des Daoismus/ Taoismus, Autor des Daodejing/ Tao Te King
Das Laotse in der Legende zugeschriebene Werk Dàodéjīng (Tao Te Kingd), Tao Te Chingc)), welches wohl im 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden, ist das Hauptwerk des Daoismus.
Hier einige philosophische Zitate, chinesische Weisheiten und Lebensweisheiten, mächtige Worte, starke Sätze und Gedanken über viele Bereiche des Lebens von Laotse.
Seine Gedanken wirken, als wären sie nicht geschrieben, sondern gefunden worden. Still, knapp, ohne Drängen. Laotse steht für eine Haltung, die nicht überzeugen will und gerade deshalb lange nachhallt. Statt Antworten zu liefern, öffnet er Räume. Man liest seine Worte nicht, um etwas festzuhalten, sondern um loszulassen.
Laotses Blick richtet sich auf das Einfache. Nicht als Verzicht, sondern als Klarheit. Er beschreibt eine Welt, in der nicht Stärke, sondern Nachgiebigkeit trägt. Wasser wird zum Bild für das, was sich anpasst, ohne sich selbst zu verlieren. Diese Perspektive widerspricht vielem, was wir gewohnt sind. Gerade deshalb fühlt sie sich für viele so entlastend an. Man muss nicht ständig kämpfen, nicht alles erklären, nicht immer handeln. Was auffällt, ist die Zurückhaltung. Laotse tritt nicht in den Vordergrund. Er stellt sich nicht über das Leben, sondern beobachtet es. Seine Gedanken kreisen um das natürliche Maß, um Balance, um den richtigen Moment. Nicht alles lässt sich beschleunigen. Nicht jede Lücke muss gefüllt werden. In dieser Haltung liegt eine tiefe Gelassenheit, die nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat.
Viele empfinden Texte und auch Laotse Zitate als zeitlos, weil sie keine konkreten Anweisungen geben. Sie laden dazu ein, selbst zu spüren. Verantwortung entsteht nicht durch Regeln, sondern durch Wahrnehmung. Wer aufmerksam ist, handelt anders. Wer sich zurücknimmt, erkennt mehr. Laotse beschreibt keinen Weg, den man abläuft, sondern eine innere Ausrichtung, die sich im Alltag zeigt.
Vielleicht liegt seine anhaltende Wirkung genau darin. Seine Worte drängen sich nicht auf, sie begleiten. Man kann sie beiseitelegen und Jahre später wiederfinden – und sie sprechen plötzlich anders. Nicht, weil sie sich verändert haben, sondern weil wir es getan haben.
Gerade deshalb sind wahrscheinlich Laotse Zitate und Laotse Sprüche beliebt und werden viel gelesen. Kurze Sätze, oft unscheinbar, tragen eine Tiefe, die sich erst mit Abstand erschließt. Sie eignen sich nicht zum schnellen Konsum, sondern zum Mitnehmen. Manche bleiben hängen, andere tauchen erst später wieder auf. Und manchmal reicht ein einziger Gedanke, um den eigenen Blick für einen Moment neu auszurichten.
Entdecke passende asiatische inspirierende Weisheiten aus dem fernen Osten:
Buddha
Lü Bu We
Konfuzius
weitere philosophische Zitate