
Deutsches Sprichwort
Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Alte Zeiten – alter Aberglaube.“ Sorbische Sprichwörter
- „Der Aberglaube ist ein eigensinnig Spiel des Herzens mit dem Kopfe, gestatten wir dem Spiele nicht allzu große Macht.“ Heinrich Laube
- „Aberglaube ist nämlich die Freigeisterei zweiten Ranges, – wer sich ihm ergibt, wählt gewisse ihm zusagende Formen und Formeln aus und erlaubt sich ein Recht der Wahl. Der Abergläubische ist, im Vergleich mit dem Religiösen, immer viel mehr „Person“, als dieser, und eine abergläubische Gesellschaft wird eine solche sein, in der es schon viele Individuen und Lust am Individuellen gibt. Von diesem Standpunkte aus gesehen, erscheint der Aberglaube immer als ein Fortschritt gegen den Glauben und als Zeichen dafür, dass der Intellekt unabhängiger wird und sein Recht haben will. Über Korruption klagen dann die Verehrer der alten Religion und Religiosität, sie haben bisher auch den Sprachgebrauch bestimmt und dem Aberglauben eine üble Nachrede selbst bei den freiesten Geistern gemacht. Lernen wir, dass er ein Symptom der Aufklärung ist.“ Friedrich Nietzsche
- „Der unverschleierte Aberglaube ist abstoßend; denn wie es die Hässlichkeit eines Affen erhöht, dass er dem Menschen so ähnlich sieht, ebenso macht auch die Ähnlichkeit mit der Religion den Aberglauben um so abstoßender.“ Francis Bacon
- „Der Aberglaube macht die Gottheit zum Götzen, und der Götzendiener ist umso gefährlicher, weil er ein Schwärmer ist und leicht durch Meinung in Hitze gebracht werden kann.“ Johann Gottfried von Herder
- „Wuchern wird der Aberglaube, wo man weg den Glauben warf.“ Friedrich Rückert
- „Aberglaube ist der Spleen der Seele.“ Alexander Pope
- „Der Aberglaube ist das natürliche Kind gespannter und peinlicher Erwartung, und die menschliche Machtlosigkeit ist seine Amme.“ Heinrich Laube
- „Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.“ Carl Ludwig Schleich
- „Stets liegt, wo das Banner der Wahrheit wallt, der Aberglaube im Hinterhalt.“ August von Platen-Hallermünde