
Friedrich Rückert (1788 – 1866), Pseudonym: Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer, persischer und chinesischer Dichtung
Quelle: Gedichte; Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Aus: Die Lücke des Glaubens
Was Rückert sagte über den Aberglaube.
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Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Bei meiner Geburt habe ich die Welt in der Sklaverei des Aberglaubens gefunden; ebenso verlasse ich sie sterbend.“ Friedrich II. der Große
- „Aberglaube ist nämlich die Freigeisterei zweiten Ranges, – wer sich ihm ergibt, wählt gewisse ihm zusagende Formen und Formeln aus und erlaubt sich ein Recht der Wahl. Der Abergläubische ist, im Vergleich mit dem Religiösen, immer viel mehr „Person“, als dieser, und eine abergläubische Gesellschaft wird eine solche sein, in der es schon viele Individuen und Lust am Individuellen gibt. Von diesem Standpunkte aus gesehen, erscheint der Aberglaube immer als ein Fortschritt gegen den Glauben und als Zeichen dafür, dass der Intellekt unabhängiger wird und sein Recht haben will. Über Korruption klagen dann die Verehrer der alten Religion und Religiosität, sie haben bisher auch den Sprachgebrauch bestimmt und dem Aberglauben eine üble Nachrede selbst bei den freiesten Geistern gemacht. Lernen wir, dass er ein Symptom der Aufklärung ist.“ Friedrich Nietzsche
- „Aberglaube ist der Spleen der Seele.“ Alexander Pope
- „Es gibt viele die glauben, allerdings aus Aberglauben.“ Blaise Pascal
- „Aberglaube und Schwärmerei denken nicht nach; so lange diese dauern, so nimmt man alles an, und untersucht diese Lehre nicht: dieses ist übrigens so bequem, und es kostet soviel die Moral auszuüben.“ Jean-Jacques Rousseau
- „Aberglaube – das heißt bestimmte Formen, die für bestimmte Personen in bestimmter Situation angenehm und bequem sind.“ Leo Tolstoi
- „Der Aberglaube ist ein eigensinnig Spiel des Herzens mit dem Kopfe, gestatten wir dem Spiele nicht allzu große Macht.“ Heinrich Laube
- „Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.“ Carl Ludwig Schleich
- „Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig.“ Gotthold Ephraim Lessing
- „Stets liegt, wo das Banner der Wahrheit wallt, der Aberglaube im Hinterhalt.“ August von Platen-Hallermünde