
Plutarch von Chäronea (45 – um 125 n. Chr.), antiker griechischer Philosoph, Schriftsteller, Historiker und Konsul von Griechenland
Quelle: Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Vom Aberglauben. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser (1784)
Was Plutarch sagte über abergläubige Menschen.
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Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Der Aberglaube ist das natürliche Kind gespannter und peinlicher Erwartung, und die menschliche Machtlosigkeit ist seine Amme.“ Heinrich Laube
- „Der wird gar leicht bedrückt, wer abergläubisch ist.“ Karl Wilhelm Ramler
- „Der unverschleierte Aberglaube ist abstoßend; denn wie es die Hässlichkeit eines Affen erhöht, dass er dem Menschen so ähnlich sieht, ebenso macht auch die Ähnlichkeit mit der Religion den Aberglauben um so abstoßender.“ Francis Bacon
- „Abergläubische Handlungen oder die Benutzung von magischen Gegenständen, z.B. Amuletten sind an sich wirkungslos, stellen aber eine Art Kommunikationsmittel mit Dämonen dar und bewirken den stillschweigenden Abschluss eines Dämonenpakts durch den Willen des Ausübenden und die dem Dämon gegebenen Zeichen.“ Aurelius Augustinus
- „Die Menschen sind aus Gewohnheit abergläubisch und aus Instinkt Schurken.“ Voltaire
- „Wenn sie dann wieder etwas Ungewöhnliches mit großer Verwunderung sehen, so halten sie es für ein Wunderzeichen, das den Zorn der Götter oder des höchsten Wesens verkündige, und das mit Opfern und Gelübden also zu sühnen, die dem Aberglauben fröhnenden und wahrer Religiosität abgewandten Menschen für Pflicht halten. In gleicher Weise erfinden sie Unendliches und legen die Natur aufs Wunderlichste aus, als ob diese so unsinnig wäre, wie sie selbst.“ Baruch de Spinoza
- „Der Aberglaube ist das Kind der Furcht, und die Furcht ist das Kind der Unwissenheit.“ Charles Kingsley
- „Es gibt viele die glauben, allerdings aus Aberglauben.“ Blaise Pascal
- „Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig.“ Gotthold Ephraim Lessing
- „Aberglaube ist nämlich die Freigeisterei zweiten Ranges, – wer sich ihm ergibt, wählt gewisse ihm zusagende Formen und Formeln aus und erlaubt sich ein Recht der Wahl. Der Abergläubische ist, im Vergleich mit dem Religiösen, immer viel mehr „Person“, als dieser, und eine abergläubische Gesellschaft wird eine solche sein, in der es schon viele Individuen und Lust am Individuellen gibt. Von diesem Standpunkte aus gesehen, erscheint der Aberglaube immer als ein Fortschritt gegen den Glauben und als Zeichen dafür, dass der Intellekt unabhängiger wird und sein Recht haben will. Über Korruption klagen dann die Verehrer der alten Religion und Religiosität, sie haben bisher auch den Sprachgebrauch bestimmt und dem Aberglauben eine üble Nachrede selbst bei den freiesten Geistern gemacht. Lernen wir, dass er ein Symptom der Aufklärung ist.“ Friedrich Nietzsche