
Karl Kraus (1874 – 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Förderer junger Autoren, Sprach-, Kultur- und Medienkritiker
Quelle: Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). VI. Schreiben und Lesen
Was Kraus sagte über die Ironie.
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Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Die Gewöhnung an Ironie, ebenso wie die an Sarkasmus, verdirbt übrigens den Charakter, sie verleiht allmählich die Eigenschaft einer schadenfrohen Überlegenheit: man ist zuletzt einem bissigen Hunde gleich, der noch das Lachen gelernt hat, außer dem Beißen.“ Friedrich Nietzsche
- „Zu einer ironischen Bemerkung gehören immer zwei: einer, der sie macht, und einer, der sie versteht.“ Otto Weiß
- „In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.“ Søren Kierkegaard
- „Die Ironie kann man definieren als eine Verstellungskunst in Worten und Handlungen.“ Theophrastos von Eresos
- „Ironie ist der Weg und Übung zur Laune.“ Jean Paul
- „Ironie ist das Körnchen Salz, durch welches das Aufgetischte erst genießbar wird.“ Thomas Mann
- „Der Ironiker bedient sich der Lüge als einer Kunstform.“ Ernst Hohenemser
- „Gewiss darf nicht nur, sondern muss sogar Ironie bissig sein. Es ist aber ein Unterschied, ob eine giftige Kröte aus dem Sumpf heraufquakt (Froschperspektive), oder die Kralle des Adlers aus der Höhe herniederfährt (Vogelperspektive).“ Ernst Woldemar Sacks
- „Die Ironie ist die Gebärde des am Leben Leidenden. Sie ist die Rache des von der Welt Zersetzten, der sie dafür wieder zersetzt.“ Paul Richard Luck
- „Ironie kann Tochter der Weisheit – oder der Dummheit sein. Mancher Hohlkopf wendet Ironie an, weil er bemerkt hat, dass unbeholfene Menschen sich durch sie leicht verblüffen lassen.“ Otto von Leixner