
Hermann Graf Keyserling (1880 – 1946), eigentlich Hermann Alexander Graf Keyserling, deutsch-baltischer Philosoph
Quelle: Innen. 366 Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1931
Was Keyserling sagte über das Alter.
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Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Alte Leute fragen nicht mehr; mit stillen Augen sehen sie die Herbstsonne. Was sie begehren, ist „noch ein schönes Bild“, sonst nichts mehr. Ich glaube, sie sind leidloser als Jugend und Mannesalter, und Abend und Herbst sind nicht zu fürchten, weil sie voller Frieden sind. Was brennende Straße war, ist Rückschau von klarer, kühler Höhe geworden.“ Paul Keller
- „Das Alter ist eine völlige Verstümmelung. Man hat alles, aber jedem einzelnen das man hat, fehlt etwas.“ Demokrit
- Alter, tanze, trotz den Jahren! Welche Freude, wenn es heißt: Alter, du bist alt an Haaren, blühend aber ist dein Geist! Gotthold Ephraim Lessing
- „Es ist ein Jammer, dass die Spanne so kurz ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und jener, wo man zu alt ist.“ Charles de Secondat, Baron de Montesquieu
- „Die Jugend gleicht einem ergötzlichen Traum, das Alter einer beschwerlichen Nachtwache.“ Mariano José Pereira da Fonseca
- „Alte Leute sind wie alte Chroniken, die alberne, aber treue Berichte über die Vergangenheit geben, und die nur deshalb wert sind, gekannt zu sein.“ Alexander Pope
- „Man weiß, dass das Alter mehr von der Erinnerung als von der Phantasie fordert.“ Antoine de Rivarol
- „Das Alter ist ein großes Übel, denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, lässt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.“ Giacomo Leopardi
- „Der Winter will eine Decke haben, das Alter aber unangefochten sein.“ Sokrates
- „Nicht der Jüngling ist glücklich zu preisen, sondern der Greis, der gut gelebt hat. Denn wer noch in frischer Jugendkraft steht, wird vielfach vom Geschick bald in der, bald in jener Richtung umhergetrieben; der Greis dagegen ist im Alter wie in einem Hafen gelandet und hat einen Reichtum, auf den er früher kaum zu hoffen wagte, hinter sicherem Damm geborgen.“ Epikur