
Theodor Haecker (1879-1945) deutscher Philosoph, Schriftsteller, Kulturkritiker und Übersetzer. Er zählt zu den sprachmächtigsten Vertretern des katholischen Existentialismus.
Quelle: Tag- und Nachtbücher 1939-1945, hg. von Heinrich Wild 1947. 23. Januar 1943
Was Haecker sagte über den Untergang der freien Literatur im Dritten Reich.
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Ähnliche Zitate zum Nachdenken:
- „Ist das Literatenvolk nicht wie die Enten Münchhausens? Einer lässt einen Gedanken fallen, der nächste verschluckt ihn und gibt ihn mit Druck unverändert wieder. Dann nimmt ihn der zweite auf und tut das Gleiche und so weiter. Und so geht er durch eine ganze Reihe von Federvieh unverdaut hindurch.“ August Pauly
- „Die Novelle ist das Sublimat des Dramas.“ Peter Hille
- „Wer die Literatur liebt, liebt weder Geld, noch Bilder, noch Krimskrams, noch den Rest.“ Jules Renard
- „Bücher sind immer langweilig. Aber die Menschen sind noch langweiliger – und dabei viel anspruchsvoller.“ Anatole France
- „Die Literatur ist, im Ganzen und Großen, das treue Spiegelbild des Geisteslebens der Gesellschaft, in welcher und für welche sie geschrieben wird.“ Germaine de Staël
- „Die Literatur an sich ist nur etwas Geringfügiges und nur wertvoll als die Waffenkammer, wo die Waffen des menschlichen Geistes niedergelegt werden, und woraus dieselben, wenn man sie braucht, schnell entnommen werden können.“ Henry Thomas Buckle
- „In unserer Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte spielt der deutsche Geburtsadel als produktive Kraft eine inferiore Rolle… So haben wir aus der Not eine Tugend gemacht, und unsere spießbürgerlichen Schriftsteller-Genies von Goethe und Schiller bis auf Scheffel und Gottschall mit Adelsdiplomen ausgestattet. Auf diese Weise hat unsere Literatur nachträglich ein so famoses aristokratisches Ansehen bekommen, wie keine zweite in Europa.“ Michael Georg Conrad
- „Ein breiter Riss zieht sich hin zwischen Literatur und Volk. Der Film hat die Sehnsucht nach Bewegung und Geschehnissen wieder erweckt, die „psychologisierende“ Epoche beendet und die ungezählten „stillen Bücher“ auf ewig still gemacht.“ Carl von Ossietzky
- „Zu plötzliches Auftreten in der Literatur wird nicht geschätzt. Der strahlendste Ruhm braucht sein Morgengrauen.“ Antoine de Rivarol
- „Wir besitzen in unserer Literatur sehr wenige Trilogien.“ Johann Peter Eckermann